Zwei Schwergewichte stehen im Fokus dieser Ausgabe, oder ... eigentlich sogar drei. Der erste Schwerpunkt ist die Anlage von Dietmar Wohlfart. Eine ausführliche Bildstrecke und viele Hintergrundinformationen ermöglichen uns einen hochinteressanten Einblick in die Modellwelt des Besitzers der Firma Lenz, die seit nunmehr rund 20 Jahren den Zugang zum Maßstab 1 zu 45 demokratisiert hat.
Ein kleiner Kontrapunkt zu der großen Anlage ist die kompakte Anlage Kaiserweg, ein Schmalspur-Betriebsdiorama mit einem genauen Blick auf die Details.
Der zweite sehr gründliche Hingucker ist die Verfeinerung eines Großserienmodells zu einem präzisen und detaillierten Meisterstück. Das bereits gut gelungene Ausgangsmodell wird in ungezählten Bastelstunden lupentauglich gemacht. Nicht jeder wird diesem Weg ganz und gar folgen wollen, aber Anregungen für eigene Überlegungen und Optimierungen gibt es reichlich – und faszinierend anzuschauen ist es allemal.
Das dritte Schwergewicht ist ganz wörtlich zu nehmen, denn eine Großserienlok in Spur 0 mit einem Gewicht von über drei Kilogramm hat man nicht alle Tage auf dem Gleis. Erstmals ist es auch ein Sammlerstück in limitierter Auflage, wie man es sonst eher von Kleinserienmodellen kennt.
Ungewöhnlich ist, dass das Modell mit einer eigenen, mehrschichtigen Story kommt: Politische und musikalische Zeitgeschichte mit einem Zeitzeugen im Museum. Das ist nicht alltäglich und hat mich dazu veranlasst, das Titelbild ein bisschen aufwendiger zu gestalten.
Dazu kommen gleich mehrere Neuvorstellungen: Wir sehen uns den Rommenhöller Kohlensäurewagen der Urban Modellmanufaktur genauer an, die D-21 Einheits-Abteilwagen und Einheitspackwagen Pwi-29 von KM 1 und die neuen E 69 Modelle von Lenz.
Bleiben zwei Gebäudeprojekte: Die Fortsetzung der Städteplanung aus dem letzten Heft 62 nimmt die KI-Elemente aus den Vorschlagsbildern, die mir am besten gefallen haben. Die tatsächlichen Modelle werden gestaltet, mit Klebstoff und allerhand Details, mit echter und nicht nur virtueller Farbe. Herausgekommen ist ein detailliertes Tutorial, das dabei helfen kann, nicht nur graue Hauswände überzeugend zu gestalten.
Nicht zu vergessen ist der zweite Teil der Hamburger Gartenlaube. Weil es Sinn macht, erst mit dem dritten Teil zu starten, gibt es diesmal ein paar Tipps zu Werkzeugen und Materialien, die Bauanleitung folgt im nächsten Heft 64.
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